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Über Prozesse im Bergbau und die Rekultivierung

Nachhaltigkeit

Über Prozesse im Bergbau und die Rekultivierung
Bergbau am Grundlsee in der Steiermark

Bei Rigips Austria wird Tagbau im Bergbau um Grundlsee betrieben. Die Materialseilbahn liefert den Gips direkt ins Gipsplattenwerk in Bad Aussee. Um den Impact auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten, spielt Rekultivierung eine enorme Rolle.

Der Tagbau bei RIGIPS Austria

Es beginnt mit dem Abraum Abtrag. Das ist Material, welches den Naturgips überdeckt und nicht zur Weiterverarbeitung von Gipskartonplatten verwendet werden kann. Dann wird der Gips/ das Anhydrit entweder gesprengt oder gebohrt. Anschließend wird der Gips/ das Anhydrit gefördert und danach zerkleinert und gebrochen.

Als letzter Schritt wird das gewonnene Material mittels der Materialseilbahn in das Gipskartonplattenwerk in Bad Aussee transportiert.

Qualitätssteuerung durch Etagenbau

Für die Qualitätssteuerung wird im Etagenabbau abgebaut – auf mehreren Etagen. Um den Eingriff in die Umwelt so gering wie möglich zu halten, ist die Abbaufläche immer kleiner als 15 ha. Um die wichtige Humusschicht für die Rekultivierung zu retten, wird sie mit der Schubraupe abgetragen und entweder zwischengespeichert oder auf einer vorgefertigten Fläche wieder aufgebracht. Die Flächen werden mit Hügeln und Senken angelegt.

Rekultivierung – für einen geringen Eingriff in die Umwelt

Die Rekultivierung im Bergbau von RIGIPS Austria am Grundlsee erfolgt in enger Abstimmung mit Spezialisten und wird speziell auf die Flora der Umgebung angepasst. Einer der wichtigsten Punkte dabei ist die Vorbereitung der Flächen vor dem Säen. Um einen fruchtbaren Boden für die landwirtschaftliche Nutzung vorzubereiten werden 40 cm Humus auf die vorbereitete Fläche aufgebracht. Dieser wird mit einer speziellen Saatmischung, welche der Region am Grundlsee entspricht, bepflanzt.

Wenn die Rekultivierung der Fläche beim ersten Mal nicht erfolgreich ist, wird dies noch einmal durchgeführt. Um die Vielfalt der Pflanzenwelt zu erhalten, werden die Flächen nur wenig gedüngt.

Außerdem gibt es im Bergbaugebiet drei Transplantationsflächen – zwei Trockenrasen und ein Niedermoor. Diese wurden bereits an einen neuen Platz in bereits rekultivierte Gebiete verpflanzt. Dies soll ebenfalls die Artenvielfalt stärken und erhalten. Der Prozess der Verpflanzung von Orchideen, Bäumen und Sträuchern findet jährlich auf den im nächsten Jahr konsumierten Flächen statt. Weiters werden auf den Flächen auch Zäune aufgestellt. Diese sind wichtig für die Vögel, Schmetterlinge und andere Tiere und helfen so die Landschaft wieder wie vor dem Abbau zu rekultivieren.

Mit der Seilbahn nachhaltig und sicher in Plattenwerk

Die Materialseilbahn bringt seit 1951/52 den Gips sicher an seinen Weiterverarbeitungsort. Ursprünglich war dies die Salzkammergutbahn und dort ein Anschlussgleis.

Die Anlage dient zum Transport von Gips und Anhydrit-Rohstein. Dies zeichnet sie als Lorenseilbahn aus, die vor allem größere Entfernungen über unwegsames Gelände mit ihren Lasten überwinden. Die 8,4 km lange Bahn verbindet über mehrere Bergkuppen hinweg den Tagebau in Wienern über die Antriebsstation Auermahd und Straßen-Anger mit der Entladestation beim Gipskartonplattenwerk der RIGIPS Austria in Unterkainisch, Bad Aussee.

Zwischen 2013-2017 wurde die Seilbahn revitalisiert und ein sicherheitstechnischer Umbau der Stationen vorgenommen. Heute besteht die Materialseilbahn aus ca. 180 Förderwagen, auch genannt Seilbahnhunte, mit je ca. 900kg Fassungsvermögen.

Der Antrieb beruht auf Schwerkraftförderung. Das bedeutet, der Energieverbrauch der Seilbahn ist sehr gering, da der Großteil der Strecke beladen bergab gefördert wird. Die geringe benötigte Energie wird aus grünen Energiequellen bezogen.

Durch den Transport mit der Seilbahn werden jährlich ca. 22.000 LKW-Fahrten in der Region vermieden und somit ca. 260t CO2 pro Jahr eingespart.

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