Skip to content
Fachschule Grottenhof

Blog

Fachschule Grottenhof

Seit 1867 ist der traditionsreiche Grottenhof im Westen von Graz die führende Ausbildungsstätte der Land- und forstwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Grottenhof. Im Zuge der großen Investitionsoffensive des Landes Steiermark für das landwirtschaftliche Schulwesen wurde die Schule nachhaltig modernisiert und erweitert.

Alt trifft auf nachhaltig Neu

Schon die Herangehensweise an das Projekt war interessant, denn zuallererst wurden die Bedürfnisse und Wünsche unter Einbindung der Lehrer, Mitarbeiter und Schüler erhoben. Danach erfolgte der EU-weit ausgeschriebene Architekturwettbewerb, bei dem die ARGE LFS Grottenhof, bestehend aus den Büros Caspar Wichert Architektur ZT GmbH und OSNAP Open South North Architecture Practice ZT GmbH, als Sieger hervorgingen.  

Das von der ARGE Grottenhof entworfene moderne Konzept bietet großzügig Platz für 250 Schülerinnen und Schüler und besticht durch ein helles, lichtdurchflutetes Raumkonzept – alles optimale Rahmenbedingungen für Aus- und Weiterbildung. Der historische Gebäudeteil wurde zum reinen Internatsgebäude mit 76 Betten umgebaut. Der 4.000 Quadratmeter große Neubau umfasst alle weiteren Räumlichkeiten wie z. B. Lehrsäle, Verwaltung, Küche, Turnsaal etc. Neu hinzugekommen ist ein Bio-Hofladen. „Bauen im Bestand ist immer eine gewisse Herausforderung“, so die ArchitektInnen der ARGE LFS Grottenhof.

Der Zubau wurde in nachhaltiger Holzbauweise ausgeführt. Zielsetzung war es, „Lernen und Wohnen in einer möglichst angenehmen Atmosphäre zu verbinden“, so die ArchitektInnen unisono. Ein weiteres Highlight der neuen Schule ist der zentrale, offene Speisesaal, der zum Verweilen einlädt. Architektonisch besonders gelungen ist die Verbindung von Alt und Neu. Durch ein großzügiges Foyer im Erdgeschoß wird der Schulneubau mit dem Internat im Bestand und einem neuen Mehrzwecksaal harmonisch verbunden. Eine Terrasse im Obergeschoß bietet den Schülerinnen und Schülern einen überaus attraktiven Freiraum.

Trockenbau für spezielle Anforderungen

Mit dem Trockenausbau wurde die bekannte Grazer Firma Friedrich Kletzenbauer Trockenbau GmbH beauftragt. Verbaut wurden im sanierten alten Gebäude wie auch im Zubau insgesamt 5.000 m2 RIGIPS Standardplatten sowie 400 m2 ISOVER TDPT 30 Trittschalldämmung. Die Trittschall-Dämmplatte T ist bei Holzdecken aufgrund der sehr geringen dynamischen Steifigkeit und hohen Belastbarkeit unerlässlich.

Spezielle Anforderungen gab es im Küchen- und Sanitärbereich sowie in den Umkleideräumen: Aufgrund der erhöhten Luftfeuchtigkeit in diesen Bereichen empfahl RIGIPS Fachberater Ing. Manfred Krammer Glasroc X. Die für mäßige bis hohe Feuchtebeanspruchung geeignete Gipsplatte ist mit einem stark hydrophobierten Gipskern sowie einem imprägnierten, UV-beständigen Glasvlies ausgestattet. Im Vergleich zu herkömmlichen Zementplatten punktet Glasroc X mit geringem Gewicht und einfacher Verarbeitung. „Die Platte ist bei unseren Monteuren besonders beliebt“, berichtet Philipp Kletzenbauer, MBA, Geschäftsführer des gleichnamigen Trockenbauunternehmens. Im Küchenbereich wurden somit 1.125 m2 Glasroc X im RIGIPS-System verbaut. Für die Realisierung des Trockenausbaus waren knappe sieben Monate veranschlagt, laut Philipp Kletzenbauer „eine sportliche Herausforderung“, die gut gemeistert wurde!

Die Planung erfolgte erstmals im Landeshochbau mit der Planungsmethode „BIM“ (Building Information Modeling). Der nachhaltige Zubau erreicht mit 934 von 1.000 Punkten klimaaktiv Gold-Status.

>> Bauen im Bestand ist immer eine gewisse Herausforderung. <<

Ähnliche Artikel

Diesen Beitrag teilen

Share on linkedin
Share on whatsapp
Share on facebook

Artikelautor