Kinderpflegedomizil Fridolina

Ein Krankenhaus ohne Krankenhaus-Gefühl

„Ein Krankenhaus ohne Krankenhaus-Gefühl“ ist das neue Pflegedomizil, das für Kinder und Jugendliche mit komplexen chronischen Erkrankungen im Haus der Barmherzigkeit im 16. Wiener Gemeindebezirk geschaffen wurde. Dafür wurden die im Erdgeschoß gelegenen ehemaligen Verwaltungsräumlichkeiten umgebaut. Das Projekt, auch bekannt unter dem Namen „Fridolina“, bietet neben neu gestalteten Einzelzimmern auch zusätzliche Schlafgelegenheiten für Angehörige sowie verschiedene Aufenthaltsräume für Therapie, Freizeit und Schule. Zudem lädt eine großzügige Terrasse die jungen Patientinnen und Patienten zum „Chillen“ ein.

„Im Wohnbereich im „Fridolina“ soll trotz hochspezialisierter Versorgung rund um die Uhr nichts an eine typische Krankenhausatmosphäre erinnern“, gibt DI Andrea Wolf von der KDA ZT GmbH – Klaus Duda Architektur, Einblick in das Konzept. Das bekannte Architekturbüro hat mittels stilisierten Flora- und Fauna-Elementen, die sich an Vegetationszonen wie z.B. Dschungel, Wüste, Savanne oder Steppe orientieren, eine positive Atmosphäre und Orientierung zugleich erzielt. Die neuen Räumlichkeiten wurden auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der chronisch kranken Kinder und Jugendlichen zugeschnitten. „Die besondere Herausforderung war, dass der Umbau bei laufendem Betrieb unter Rücksichtnahme des Bestandes erfolgte“, berichtet die Architektin.

Runde Designelemente sorgen für Wohlgefühl

Der Wohnbereich „Fridolina“ ist auf einer Nutzfläche von 1.012 m² in 14 Einzelzimmer, Aufenthaltsräume mit großflächiger Terrasse sowie Untersuchungszimmer und Pädagogikraum gegliedert. In allen Räumen vermitteln runde Designelemente mit verschiedenen haptischen Elementen an Türen, Wänden und Deckenbeleuchtungen ein angenehmes Wohngefühl. Um mehr Tageslicht in die Räume zu bringen, wurden in die Trennwände zwischen Schlafzimmer und Badezimmer Fenster integriert. Dem Designkonzept folgend plante das Architektenteam runde, Bullauge-ähnliche Fenster. Realisiert wurden diese mittels RIGIPS Planline Glasmodulen, die neuerdings nicht nur rechteckig und polygonal, sondern auch kreisrund verfügbar sind. „Die flächenbündige Montage mit der Wand ohne überstehende Abdeckleisten, sichtbare Verschraubungen oder Befestigungsteilen erfüllt höchste ästhetische Anforderungen“, beschreibt Andreas Deix, Technischer Berater Architektur und Bauphysik bei Saint-Gobain Austria.

Das RIGIPS Trockenbaufenster ist in Größe und Design individuell gestaltbar und für Wanddicken von 100 bis 250 mm geeignet. Im Wohnbereich „Fridolina“ wurde zusätzlich im Empfangsbereich auch ein rechteckiges Glasmodul verbaut. Aufgrund der hohen Verwindungssteifigkeit des Rahmensystems kann Planline schnell und komfortabel eingebaut werden. Zwei zu viel bestellte runde Planline-Fenster fanden im Aufenthaltsraum des Personals Platz, „somit können die Kinder und Jugendlichen ohne viel Aufwand im Auge behalten werden“, ergänzt Architektin DI Andrea Wolf.

RIGIPS Planline verfügt über die Brandschutzklassen E 30 und EI 30, ist mit Sichtschutz, Schalldämmung bis Rw 57dB, Strahlenschutz und Laserschutz lieferbar und reinraumgeeignet, was den hohen Anforderungen, wie sie u. a. in Gesundheitseinrichtungen gefordert werden, entspricht.

>> Im Fridolina soll trotz hochspezialisierter Versorgung rund um die Uhr nichts an eine typische Krankenhausatmosphäre erinnern. <<

Fotocredit: Ana Barros